Lexikon des Pferdesportes

Die Sprache der Pferdemenschen ist besonders. Reiter drücken sich oftmals auf eine ganz eigene Art aus. Wir bringen etwas Licht ins Dunkel. 

Das neue pferdewelten.online Lexikon des Pferdesports greift Begriffe aus allen Bereich der Pferdewelt auf und übersetzt oder erklärt sie.

Wissensvermittlung rund ums Pferd ist eine Herausforderung. Als eine der führenden online Pferdemessen stellen wir uns dieser Challenge. 

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BegriffErklärung 
Aalstrichdunkler Strich entlang der Wirbelsäule von Widerrist bis Schweifrübe, ist rasse- und/ oder farbtypisch
AbfohlenGeburtsvorgang bei Pferden
Abhalfternbedeutet, dem Pferd das Halfter abzunehmen
AbkauenKauen ist eine ambivalente Geste beim Pferd und bedeutet, dass es entspannt oder nachdenkt und verarbeitet
AbreitenAufwärmen und Lockern vom Pferd bevor man anfängt anstrengend zu trainieren und zu arbeiten
Absattelnbedeutet, dem Pferd den Sattel abzunehmen
Abschwitzdeckeeine Decke, die man nassen Pferden auflegt, um beim Trocknen zu helfen. Sie ist nicht wasserfest, hält also keinen Regen ab.
Absitzenheißt es in der Fachsprache, wenn der Reiter vom Pferd absteigt
AbstammungsnachweisDer Abstammungsnachweis ist ein Papier, das wichtige Informationen über das Pferd enthält. Hier sind zum Beispiel Geburtsdatum, Geschlecht, Farbe und Ahnentafel des Tieres dokumentiert. Auch besondere Merkmale wie Abzeichen und der Name des Züchters werden eingetragen.
Abteilungnennt man eine Gruppe von Reitern, die hintereinander her reiten
AbwerfenEs gibt zwei Arten des Abwerfens: Beim Springen bedeutet es, dass das Pferd eine Stange von einem Hindernis herunterwirft, beim Reiten bezieht sich das Wort auf das Herunterfallen des Reiters.
AbzeichenEs gibt zwei Arten von Abzeichen im Reitsport: einmal die Prüfungen, die ein Reiter absolvieren muss, um in der nächst höheren Klasse auf dem Turnier zu starten und beim Pferd sind Abzeichen angeborene Identifizierungsmerkmale, das können Wirbel, weiße oder farbige Muster im Fell sein. Die Abzeichen dienen als Erkennungsmerkmale und werden in den Abstammungsnachweis eingetragen, da sie sich in der Regel nicht verändern.
AmazoneDer Begriff kommt aus dem Griechischen und stand ursprünglich für ein kriegerisches Reitervolk, dem nur Frauen angehörten. Heute wird der Begriff allgemein für Reiterinnen, die an Wettkämpfen teilnehmen, verwendet.
Apfelschimmel
Atlas ist der erste Halswirbel des Pferdes und bildet gemeinsam mit der Axis, dem zweiten Wirbelkörper, das Atlantoaxialgelenk. Dieses Gelenk ist mit das wichtigste Gelenk beim Pferd, wenn es um die Stellung und Biegung geht.
Aufzäumenheißt, dem Pferd das Zaumzeug anzulegen
Ausbindersind Lederriemen, die auf jeder Seite am Zaumzeug des Pferdes und am Sattel-/oder Longiergurt befestigt werden. Die dienen dazu dem Pferd zu helfen mit Kopf und Hals die richtige Position zu finden.
Auskeilenist eine heftige Abwehrreaktion des Pferdes. Die Hinterbeine werden kräftig in Richtung "Störenfried" getreten, z. B. wenn man sich dem Pferd zu rasch von hinten nähert und es dadurch erschreckt.
Ausreitdeckeist eine Decke, die in ihrer Form so angepasst ist, dass man sie an einem Sattel befestigen kann und das Pferd sie gefahrlos beim Reiten tragen kann
Aussitzennennt man es, wenn der Reiter beim Traben mit dem Gesäß im Sattel sitzen bleibt und nicht aufsteht. Das Aussitzen wird auch "Deutschtraben" genannt. Das Gegenteil davon ist das Leichttraben bzw. "Englischtraben".
Austreten nennt man es, wenn das Pferd mit einem oder beiden Hinterbeinen nach hinten oder zur Seite tritt
Backenstücksind die Lederriemen, an denen bei einem Trensenzaum das Gebiss befestigt ist
Bahnpeitscheist eine lange Peitsche mit einer Schnur, die meist zum Longieren verwendet wird
Ballen wird der Bereich an der Rückseite des Pferdebeins direkt über dem Hufhorn und unter der fesselbeuge genannt
Ballenschutzsind verschiedene Hilfsmittel, um den Ballen des Pferden zu schützen, die man um die Beine des Pferden ziehen kann
Ballentrittnennt man eine Verletzung im Ballen, die sich das Pferd selber zufügt, indem es mit dem Hinterhuf in den Ballen des Vorderhufes tritt. Der Kronentritt ist das gleiche nur im Kronenrand auf der vorderen Seite des Beines.
Bandagensind Schutz für die Beine und bestehen meist aus Fleece. Sie werden um den unten Teil des Pferdesbeins gewickelt, um das Fesselgelenk und bis zum Karpalgelenk (vorne) bzw. Sprunggelenk (hinten)
Bandeheißt die Umrandung in einer Reithalle oder auf einem Reitplatz
Bauchgurtwerden die Gurte an Abschwitz-/Regen-/Winterdecken genannt, die unter dem Bauch entlang laufen
Behang sind die längeren Haare am Fesselgelenk des Pferdes. Sie schützen die Fesselbeuge vor Wasser. Bei stark ausgeprägtem Haarwuchs spricht man von Köten, Kötenbehang oder Fesselbehang.
Beingurtwerden die Gurte an Abschwitz-/Regen-/Winterdecken genannt, die um die Hinterbeine laufen
Beschälerist ein durch die Körung zur Zucht zugelassener Hengst
Beschlagwird alles genannt, was zur Unterstützung unter die Hufen des Pferdes genagelt oder geklebt wird
Blesseist eine bestimmte Form der Abzeichen, sie verläuft relativ gleichmäßig von der Stirn bis zum Maul
Blumeklingt zwar nach Pflanzenwelt, meint hier aber ein kleines weißes Abzeichen auf der Stirn des Pferdes
BrandzeichenFast jede Pferderasse hat ihr eigenes Brandzeichen. Es gibt zwei verschiedene Arten des Brandes: den Heißbrand und den Kaltbrand. Beim Heißbrand wird der Brand als haarlose Narbe sichtbar und beim Kaltbrand durch weißes Fell auf der Narbe. Das liegt daran, dass beim Heißbrand auch die Haarwurzel zerstört wird und beim Kaltbrand nur der Farbstoff in dem Haar.
Brauner
Caneist ein kaum biegsamer, langer Reitstock, der einem hilft, das Pferd zu führen, wenn man im Damensattel reitet und deshalb das Tier nicht durch Schenkeldruck antreiben kann.
Championatist ein anderer Ausdruck für die "Deutsche Meisterschaft"
Chapssind lederne Überhosen ohne Hosenteil, die von Cowboys über der Jeans getragen werden. Sie sorgen für zusätzlichen Halt und schonen die Hose. Sie werden mittlerweile auch beim englischen Reiten in Kombination mit Stiefelletten verwendet, dort trägt man sie nur um die Waden.
Cremellobezieht sich auf die Fellfarbe: Solche Pferde haben helles, cremefarbenes Deckhaar (oft fast weiß) und weißes Langhaar. Cremellos sind die hellsten Fuchs-Vertreter.
DamensattelHeute wird der Damensattel kaum noch gebraucht. Früher jedoch mussten Frauen seitwärts auf dem Pferd sitzen, so dass sich beide Beine auf einer Seite (meistens der linken) des Pferdes befanden. Für mehr Halt benötigten die Reiterinnen daher einen speziellen Sattel.
Deckenso wird die Paarung bei Pferden bezeichnet. Ein weiterer Begriff dafür ist "beschälen"
Deutschtrabenist ein anderes Wort für Aussitzen. Beim Deutschtraben bleibt der Reiter während des Trabs die ganze Zeit im Sattel sitzen. Das Gegenteil ist das Englischtraben - Leichttraben.
DisziplinDer Reitsport teilt sich in verschiedene Disziplinen - quasi "Sportarten", dazu zählen z.B. Springen, Dressur, Vielseitigkeit, Voltigieren, Fahren, Reining, Pleasure und viele mehr
Domestizierungoder auch Domestikation beschreibt die Wandlung einer wilden Tierart in eine Haustierart bzw. Nutztierart unter der Hand des Menschen. Es meint also nicht die Zähmung von einem einzelnen wilden Tier, sondern die Anpassung über viele Generationen der Tierart hinweg, bei der unerwünschtes Verhalten in der Zucht nicht gefördert und gewünschtes Verhalten oder Aussehen unterstützt wird.
Doppellongeist eine Longe sie an ganz lange Zügel erinnert. Sie hat an beiden Enden einen Haken, der am Zaumzeug befestigt wird und so hat der Reiter auch mit viel Abstand zum Pferd zu beiden Seiten eine individuelle Verbindung.
Doppelt gebrochenes GebissDas doppelt gebrochene Gebiss hat in der Mitte zwei Gelenke und liegt somit flexibler im Maul als das einfach gebrochene. Es "umschließt" die Zunge, soll dadurch ruhiger im Maul liegen und den Druck besser verteilen.
Dreieckszügelsind auch eine Art von Hilfszügeln. Sie verlaufen vom Gurt unter dem Bauch zwischen den Vorderbeinen zu dem jeweiligen Gebissring und werden dann seitlich am Pferd befestigt.
Dressurist eine Disziplin im Reitsport aus der englischen Reitweise. Es wird in einem Viereck mit den Maßen 20x40m oder 20x60m geritten. Es gibt verschiedene Lektionen, die in den fest vorgeschriebenen Aufgaben der FN auf Turnieren abgefragt werden. In den höhren Klassen verwendet man eine Kandare.
Dressursattelist der Sattel, den man in der Disziplin Dressur verwendet. Er zeichnet sich aus durch eine tiefe Sitzfläche und lange, gerade Sattelblätter, sodass der Reiter mit langem, nur leicht angewinkeltem Bein sitzt und feine Gewichtshilfen geben kann. Dressursättel haben lange Gurtstrupfen und werden mit einem Kurzgurt am Pferd befestigt.
Dunkelfuchs
DurchgehenWenn sich das Pferd erschreckt, versucht es manchmal so schnell wie möglich zu entkommen. Es folgt dann seinem Fluchtinstinkt und "geht durch". Das heißt es versucht so schnell zu rennen wie es kann. In solchen Momente kann man ein Pferd nur schwer halten, wenn nicht genügend Vertrauen besteht.
Durchparierenist das Wechseln von einer Gangart in eine langsamere oder ins Halten. Die passenden Hilfen dazu sind viele aufeinander folgende Paraden
Einfach gebrochenes GebissDas einfach gebrochene Gebiss hat in der Mitte ein Gelenk. Es wirkt auf Laden und Zunge des Pferdes. Dein Pferd kann Druck kurzzeitig entgegenwirken, wenn es das Gebiss mit der Zunge gegen den Gaumen drückt.
Einwirkennennt man das Zusammenspiel der reiterlichen Hilfen auf das Pferd.
Ekzem ist eine Hauterkrankungen, die durch eine Überreaktion des Organismus auf Umwelteinflüsse oder Unverträglichkeiten ausgelöst wird. Das Sommerekzem wird allgemein definiert als Überempfindlichkeit gegen den Speichel verschiedener Stechinsekten. Dazu gehören neben den Kriebelmücken (Simuliidae) auch Stechmücken (Culicidae) und Gnitzen (Ceratopogonidae). Befallen werden vor allem Mähne und Schweifrübe, aber auch Bauchnaht und Ohren.
Equidenist die Fachbezeichnung für alle pferdeartigen Säugetiere. Dazu gehören auch Esel, Zebras und Mischlinge.
Exterieurbezeichnet das äußere Erscheinungsbild des Pferdes, Körperbau, usw.
Falbebezieht sich auf eine spezielle Fellfarbe bei Pferden. Falben haben gelbliches bis graues Deckhaar. Beine, Schweif und Mähne sind hingegen schwarz. Diese Tiere sind die hellsten Vertreter eines Braunen.
Fellsatteleine baumlose Alternative zu den herkömmlichen Sätteln, wie der Name schon sagt besteht er zum großen teil aus Fell
Fellwechselbeschreibt den Übergang vom Sommer- zum Winterfell im Herbst und vom Winter- zum Sommerfell im Frühjahr. Wusstest du, dass der Fellwechsel von der Länge der Tage gesteuert wird, nicht von der Temperatur und dem Körper sehr viel Kraft und Nährstoffe kostet?
Fesselist der Bereich des Pferdebeines oberhalb vom Huf bin einschließlich zum Fesselgelenk
Fesselbeugeist der hintere Teil der Fessel, meistens ist eine deutliche Beuge ausgeprägt, die Haut ist dort sehr sensibel
Fesselgelenk ist das erste deutlich sichtbare Gelenk über dem Huf des Pferdes
Flankensind die Leisten des Pferdes. Als Flanke bezeichnet man den Bereich unterhalb der Hüfte bis zum Bauchansatz.
FlehmenDas Pferd stülpt die Oberlippe nach oben, die Nüstern sind dabei fast geschlossen. Das Pferd nimmt dadurch Pheromone auf (biochemische Botenstoffe, vergleichbar mit Hormonen). Wusstest du, dass Flehmen aber auch Schmerzen ausdrücken kann oder ein anerlerntes, lustiges Kunststück sein kann?
Fliegendeckeist eine luftige Decke, die aus einem netzartigen Marterial besteht und das Pferd vor Insekten schützen soll
Fliegenhaubeist ein Stoff-Mützchen, welches die Pferde beim Reiten unter dem Zaumzeug tragen, damit die Ohren vor Insekten geschützt sind
Fliegenmaskebeschreibt eine Maske, die den gesamten Pferdekopf vor Insekten schützen soll, vor allem die Ohren und Augen
Fliegenschimmel
Fligenmützeist ein anderes Wort für Fliegenhaube und beschreibt das Stoff-Mützchen, welches beim Reiten unter dem Zaumzeug getragen wird, um die Ohren vor Insekten zu schützen
Fuchs
Fuchsbezeichnet eine bestimmte Fellfarbe. Das Deckhaar eines Fuchses kann viele Schattierungen haben, von hell-goldgelb über kupferbraun bis hin zu tief-dunkelbraun ist alles möglich. Mähne und Schweif sind entweder gleichfarbig oder heller, aber niemals schwarz. Isabelle und Cremello sind die hellsten, der Kohlfuchs der dunkelste Fuchs-Vertreter - sein Deckhaar kann fast schwarz sein.
Fundamentist der Ausdruck für den Knochenbaus eines Pferdes, ein starkes Fundament bedeutet z.B. einen massiven, kräftigen Körper
Galoppist die schnellste Grundgangart des Pferdes, ein einzelner Galoppsprung besteht aus einem Dreitakt, das Pferd kann in zwei verschiedenen Varianten galoppieren, je nach dem welches Vorderbein voraus springt ist es der Linksgalopp oder der Rechtsgalopp
Gamaschendienen dem Schutz der Pferdebeine, sie sind aus unterschiedlichen Materialien und können meistens schnell und einfach mit Klettverschlüssel um das Pferdebein befestigt werden. Man unterscheidet zwischen Arbeitsgamaschen, Stallgamaschen und Transportgamaschen.
Gangartensind die verschiedenen "Geschwindigkeiten", in denen das Pferd laufen kann. Zu den Grundgangarten, die jedes Pferd beherrscht, gehören Schritt, Trab und Galopp. Bei manchen Rassen gibt es noch weitere Gangarten wie Pass und Tölt. Alle Gangarten unterscheiden sich in der Schrittfolge und im Takt, die Geschwindigkeit ist theoretisch variabel.
Gangpferdeist ein Sammelbegriff für alle Pferde, die mehr als nur die drei Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp beherrschen.
Gebäudeauch wenn es eher an ein Haus erinnert: als "Gebäude" bezeichnet man die Körperform eines Pferdes.
Gebisskann zwei Bedeutungen haben: einmal die Zähne des Pferdes - wusstest du, dass ein erwachsenes Pferd 36-44 bleibende Zähne hat? Und einmal das Mundstück, das in die Zäumung geschnallt wird, hier gibt es ganz viele verschiedene Variationen.
Gebisslos nennt man alle Zäumungen, bei denen kein Gebiss eingeschnallt ist, das Pferd hat also nichts im Maul.
Genickstückist der Teil der Zäumung, der oben am Genick verläuft.
Gerteist ein "Stock" und hat meistens eine kleine, wenige cm lange Schnur am Ende, Gerten gibt es in verschiedenen Variationen und Längen, da auf dem Turnier eine Maximallänge angegeben ist, diese ist im Springen beispielsweise kürzer als in der Dressur
Gewindeschneiderist ein Hilfsmittel für die Stollenlöcher in den Hufeisen der Pferde. Durch Sand und Schmutz werden die Stollenlöcher oft verdreckt und leicht verkratzt, mithilfe des Gewindeschneiders kann man also das Gewinde als letzten Schritt vor dem Stollen eindrehen reinigen und ausbessern. Vorher sollte allerdings schon sehr sorgfältig der ganze Dreck entfernt worden sein.
Giftpflanzees gibt sehr viele Pflanzen, die teilweise stark giftig für Pferde sein können. Es ist sehr wichtig die verbreitesten Giftpflanzen zu kennen. Wir haben hier auf der Plattform in der Futterwelt eine Giftpflanzen Datenbank - schau doch mal vorbei!
Glocken / Hufglocken werden zum Schutz der Hufeisen und Ballen der Pferde, unterhalb des Fesselgelenks und um den Huf angezogen. So wird das Risiko minimiert, dass sich das Pferd z.B. das Hufeisen abtritt oder einen Ballentritt zufügt.
Gummistriegelist eine Bürste für Pferde, mit der man in kreisenden Bewegungen den Dreck aus dem Fell bürstet. Sie ist meistens rund und durch das Gummi als Material relativ flexibel.
Gurtentiefeist die fachlich richtige Bezeichnung für den Brustumfang des Pferdes
Gurtstrupfensind die Lederriemen am Sattel, an denen man den Sattelgurt befestigt
Haarlinge ist ein Name für eine Zusammenfassung verschiedener auf Säugetieren lebende Kieferläuse aus der Ordnung der Tierläuse
Hackamoreist eine gebisslose Zäumung, bei der man auf das Pferd mit einer Hebelwirkung an der Nase einwirkt
HalbblutIn Deutschland wird ein Pferd dann als Halbblut bezeichnet, wenn es aus einer Kreuzung zwischen Vollblut und Warmblut entstanden ist
Halfterist ein gebissloser Ausrüstungsgegenstand, mit dem man das Pferd führt oder anbindet. Häufig stehen manche Pferde mit dem Halfter auf der Wiese. Es gibt auch Knotenhalfter, diese werden vor allem für Bodenarbeit genutzt und sind nicht für das Anbinden empfohlen. Beim Zaumzeug nennt man einen Teil Reithalfter, dort gibt es verschiedene Varianten.
Halsringist ein Ring oder Riemen aus verschiedensten Materialien, den man dem Pferd zum Reiten um den Hals legt, so kann auf eine Zäumung am Kopf verzichtet werden
Halsteilnennt man den Teil, der an einer Decke (Winter-/Fliegen- oder Abschwitzdecke) für den Hals gedacht ist. Oft sind die Halsteile an den Decken abnehmbar, sodass man sie je nach Wetterlage anpassen kann
Halsverlängerergehören zu den Hilfzügeln. Sie werden unter dem Bauch am Gurt befestigt und verlaufen dann zwischen den Vorderbeinen, durch die Gebissringe und über das Genick. Oben am Genick ist meistens die Größe individuell anpassbar. Das Material sollte immer elastisch sein.
Handist ein Begriff, der in der Reitbahn benutzt wird. Man unterscheidet zwischen der inneren Hand (Innenseite zur Reitbahn) und der äußeren Hand (die Seite an der Bande). Außerdem reitet man immer auf der Hand, die innen ist und in die Richtung, in der man die Kurven reitet. "Auf der rechten Hand" bedeutet also, dass man in der Halle rechts herum reitet/ mit dem Uhrzeigersinn.
Hengstwird das männliche Pferd genannt
Hilfensind die Signale/ Impulse des Reiters, die er zur Verständigung mit dem Pferd einsetzt. Beim Reiten gibt es Zügel-, Gewichts- und Schenkelhilfen
Hilfszügelsind alle möglichen Hilfsmittel, die zusätzlich zu dem Zügel am Pferdekopf/ Zaumzeug befestigt werden, um dem Pferd zu helfen die richtige Position zu finden. Gerase bei Reitanfängern sind die Hilfszügel eine gute Alternative, um ein korrektes Reitgefühl zu vermitteln, wenn dieser noch nicht in der Lage ist, das Pferd alleine korrekt zu reiten.
Hinterhandist der Sammelbegriff für den hinteren teil des Pferdes, dazu zählen z.B. Kruppe, Schweif und Hinterbeine
Hufeisen ist eine Art vom Beschlag. Es besteht immer aus Eisen und muss somit geschmiedet werden.
Hufkratzergehört zum Putzzeug des Pferdes und ist, wie der Name schon sagt, für das Reinigen der Hufen gedacht
Hufschuhesind eine Art Hufschutz. Im Gegensatz zum Beschlag bleiben sie nicht dauerhaft am Huf, sondern müssen immer an- und ausgezogen werden
Inkspotssind kleine, dunkle Flecken oder Punkte im weißen Fell von gescheckten Pferden (z.B. bei Pintos und Paint Horses). Diese Flecken werden im Deutschen meist als "Tintenflecken" bezeichnet.
Interieurist das Gegenteil von Exterieur und bezieht sich auf das Wesen des Pferdes, also seinen Charakter. Dabei werden auch Faktoren wie Temperament und Gehorsam mit einbezogen.
Isabellebezieht sich auf die Fellfarbe eines Pferdes. Isabellen sich helle, cremefarbene Tiere, aber dunkler als Cremellos.
JagdDie Jagd ist eine der ältesten Pferdesportarten. Zu Beginn jagte man überwiegend Hirsche. Heute wird - vor allem in englischsprachigen Ländern - meistens ein Fuchs gejagt. In Deutschland werden keine Tiere mehr gejagd, bei der hier üblichen Fuchsjagd wird einem Reiter der "Fuchsschwanz" geklaut, den er sich hinten in die Hose steckt und bei der Schleppjagd wird von zwei Vorreitern eine Schleppe gelegt und dann folgen alle der Hundemeute.
Jagdgaloppist die schnellste Art des Galopps
JährlingEin Pferd ist bis zum Ende des Geburtsjahres ein Fohlen. Erst vom 1. Januar des auf das Geburtsjahr folgende Kalenderjahr, wird es als Jährling bezeichnet.
Jockeydarf sich ein Berufsreiter nennen, wenn er im Lauf seiner Karriere mindestens 50 Rennen gewonnen hat.
Kaltblutdieser Ausdruck hat nichts mit der Temperatur des Blutes beim Pferd zu tun. Kaltblüter sind Pferderassen, die sich durch hohes Gewicht, einen schwerkalibrigen Körper und eher ruhiges Temperament auszeichnen
Kandareist umgangssprachlich der gesamte Zaum, in dem man das Kandarengebiss einschnallt. Genau genommen ist es aber nur das Kandarengebiss was gemeint ist. Wusstest du, dass in der Dressur die Kandare ab einem bestimmten Niveau vorgeschrieben ist, auf internationalem Niveau kann aber auch wieder eine Trense gewählt werden.
Kandarengebissnennt man im Pferdesport ein nicht gebrochenes Gebissstück mit Hebelwirkung, im Unterschied zum Pelham und zur hebellosen Trense. Die Kandare dient der Verfeinerung der Hilfengebung.
Kardätschegehört auch zum Putzzeug, sie ist eine eher weiche Bürste und vor allem für den Kopf oder empfindliche Regionen geeignet
Karpalgelenk ist das Gelenk mittig von den Vorderbeinen der Pferde, es besteht aus vielen kleinen Knöchelchen, sodass der Druck optimal verteilt werden kann. Ein anderer Name ist das Vorderfußwurzelgelenk
Kastration / Kastrieren (oder Legen) nennt man es, wenn dem Hengst die Hoden entfernt werden, so dass er sich nicht mehr vermehren kann. Einen kastrierten Hengst nennt man Wallach.
Kehlriemenist der Riemen beim Zaumzeug, der an der Kehle verläuft. Er sollte immer relativ locker verschnallt sein, sodass mindestens eine Faust zwischen Riemen und Kehle passt
Kette / Hengstkette / Führketteist ein Führstrick, der am Ende einen Teil Kette hat, damit man besonders wilde oder temperamentvolle Pferde besser kontrollieren kann, indem man die Kette über die Nase verschnallt
Kinnketteverläuft am Kinn bei einem Kandarenzaum oder Pelham. Sie begrenzt die Drehung des Gebisses im Pferdemaul. Dadurch kann das Gebiss nicht so stark auf Genick und Maulwinkel wirken. Die Kinnkette lenkt den Zug stattdessen auf das Kinn und die Zunge um.
Klebebeschlag gehört zum Hufschutz und ist eine Art des Beschlags. Beim Klebebeschlag wird der Schutz, wie der Name sagt, auf den Huf geklebt und nicht genagelt.
KlebenMit "Kleben" bezeichnet man das Verhalten eines Pferdes, das sich nicht oder nur sehr schwer von den anderen Pferden wegführen lässt, also förmlich an seinen Artgenossen "klebt" und sehr anhänglich ist.
Knotenhalfter werden oft für Bodenarbeit, aber auch zum Reiten genutzt. Sie haben eine punktuellere Einwirkung auf das Pferd, als gewöhnliche Halfter. Sie sind zum Anbinden nicht empfohlen, da sie im Fall von Panik oder Aufhängen nicht reißen.
Kolik ist für viele Pferdebesitzer ein Horrorszenario. Im allgemeinen meint das erstmal, dass das Pferd Bauchschmerzen hat. Je nach Art und Stärke der Kolik kann es schnell zum Tod führen. Gründe für eine Kolik können sein: Darmverschlingung, Sand im Magen/Darm, Gas im Magen (schlechtes Futter), Stress, Verstopfung, Wetterumschwünge (durch verändertes Trinkverhalten)
Koppen ist eine Verhaltensstörung des Pferdes. Dabei wird der Schlundkopf durch Anspannen der unteren Halsmuskulatur geöffnet, woraufhin Luft in die Speiseröhre einströmt. Oft entsteht dabei ein deutlich hörbares Geräusch. Die meisten Pferde müssen hierzu irgendwo mit dem Maul aufsetzen, z.B. am Futtertrag, Zaun oder der Boxentür. Manche Pferde sind aber auch "Freikopper", sie machen mit dem Kopf eine schwungvolle Bewegung Richtung Brust, um die luft zu ziehen.Freikoppen
Körungist eine Auswahl durch Richter für die Hengste, bevor sie zur Zucht zugelassen werden. Es ist aber nicht verboten mit nicht gekörten Hengsten zu züchten.
Köten sind die längeren Haare am Fesselgelenk des Pferdes. Sie schützen die Fesselbeuge vor Wasser. Bei stark ausgeprägtem Haarwuchs spricht man von Köten, Kötenbehang oder (Fessel)behang.
Kötenbehang sind die längeren Haare am Fesselgelenk des Pferdes. Sie schützen die Fesselbeuge vor Wasser. Bei stark ausgeprägtem Haarwuchs spricht man von Köten, Kötenbehang oder (Fessel)behang.
Kreislaufenist wie das Koppen oder Weben eine Verhaltensstörung vom Pferd, nur nicht so verbreitet. Dabei läuft das Pferd in der Box oder auf dem Paddock sinnlos im Kreis herum.
Kriebelmücken sind zwischen 2 und 6 mm kleine Mücken. Sie belästigen die Pferde vor allem abends und je nach Empfindlichkeit, können die Pferde sehr nervös werden. Die Kriebelmücken können auch Allergien hervorrufen oder Ekzem unterstützen.
Krötenmaul
Kruppewird der hintere Bereich des Pferderückens über der Hüfte bis zur Schweifrübe genannt
Kurzgurtist der Begriff für den Sattelgurt von einem Dressursattel, denn das sind die kürzesten Gurte. Bei einem Spring- oder Vielseitigkeitssattel sind die Gurte länger und die Gurtstrupfen dafür kürzer.
Ladenden zahnfreien Raum im Unterkiefer, in dem das Gebiss des Zaumzeugs liegt, nennt man "Laden". Diese Bezeichnung wird aber auch manchmal für den gesamten Unterkiefer verwendet.
Langhaarsind Schweif und Mähne des Pferdes
Laufferzügelist dem Dreieckszügel sehr ähnlich und wird auch geteilter Dreieckszügel genannt. Der einzige Unterschied zu Dreieckszügel ist, dass er nicht zusammenläuft, sondern jede Seite einzeln zwischen den Beinen bis zum Gurt verläuft
LegenFachbegriff für die Kastration bei Pferden
Leichter SitzDas Gesäß berührt den Sattel nur noch minimal oder gar nicht mehr. Der leichte Sitz wird vor allem bei Jagden, beim Galoppieren im Gelände und beim Springen eingesetzt.
LeichttrabenBei jedem zweiten Takt hebt der Reiter - anders als beim Aussitzen - das Gesäß aus dem Sattel. Diese Art des Trabens wird auch "Englischtraben" genannt.
Longeist eine 6 bis10 Meter lange Leine, mit deren Hilfe man das Pferd im Kreis laufen lässt. Vor allem Reitanfänger beginnen zunächst mit dem Longieren.
LongierenDas Pferd läuft an der Longe in einem Kreis (auf dem Zirkel) um die Person herum, die die Longe hält. Zum Kommunizieren mit dem Pferd wird hier meist eine Bahnpeitsche und die Stimme verwendet. Die Longenarbeit dient der Ausbildung junger Pferde und dem Aufwärmen bereits eingerittener Pferde. An die Longe genommen werden die Pferde aber auch beim Voltigieren oder mit Reitanfängern.
Longiergurtist ein Gurt der dem Pferd beim Longieren umgelegt wird. So kann auf einen Sattel vezichtet und trotzdem Hilfszügel verwendet werden.
Longierhilfe ist ein Hilfszügel, den man ohne Longiergurt und Sattel verwenden kann. Die Longierhilfe verläuft über den Rücken zwischen den Vorderbeinen entlang und wird am Gebiss oder der Zäumung befestigt.
Lösennennt man die Bewegung vor der eigentlichen Arbeit. Dies kann beim Reiten geschehen oder an der Longe. Die Muskulatur des Pferdes soll für die folgende Arbeit gelöst/ gelockert und erwärmt werden.
Loslassenheißt nicht, dass etwas wirklich losgelassen also nihct mehr festgehalten wird, sondern, dass sich das Pferd entspannt und nachgiebig auf die Hilfen reagiert und andersrum auch der Reiter z.B. den Zügel nachgibt und sich entspannt.
Mähnezählt zum Langhaar. Sie besteht aus dem Schopf auf der Stirn und der Mähne am Hals
Martingalist ein Hilfszügel, es beginnt am Sattelgurt, ist mit einem Riemen um den Hals befestigt und teilt sich über der Brust des Pferdes in zwei. An seinen zwei Enden sind bewegliche Ringe, durch welche die Trensenzügel laufen. Das Martingal soll das Pferd daran hindern, sich durch übermäßiges oder ruckartiges Heben des Kopfes den Zügelhilfen zu entziehen.
Mash zählt zu dem Ergänzungsfutter für Pferde. Es ist ein diätisches Futter mit leicht abführender Wirkung, da es mit Wasser angesetzt wird. Mash wird von der Futtermittelindustrie in zahlreichen Zusammensetzungen und Qualitäten angeboten. Es kann jedoch auch selbst hergestellt werden.
Mauke ist eine bakterielle Hautentzündung in der Fesselbeuge des Pferdes, die die unterschiedlichsten Ursachen haben kann. Die akut beginnende Hautentzündung neigt dazu, schnell chronisch zu werden. Sie kann sich bis zum Vorderfußwurzel- (Karpal-) bzw. Sprunggelenk ausbreiten.
Mauleselnennt man das Kreuzungsergebnis zwischen einem Pferdehengst und einer Eselstute
Maultierist hingegen das Kreuzungsergebnis zwischen einem Eselhengst und einer Pferdestute, die Abkürzung ist Muli
Micklemist eine Trensenzäumung, die sich mit ihrer anatomischen Passform optimal an den Pferdekopf anpassen soll. Die Druckverteilung liegt bei angenommenen Zügeln auch auf dem Nasenrücken, dem Kiefer und minimal auf dem Genick.
Milchmaul ist die Bezeichnung für ein spezielles Abzeichen am Maul des Pferdes: Es ist komplett weiß
Milchzangensind die ersten Schneidezähne des neugeborenen Fohlens
Militaryist eine Disziplin und die alte Bezeichnung der heutigen Vielseitigkeitsprüfungen. Sie besteht aus einer Dressurprüfung, einem Geländeritt mit festen Hindernissen und einem Springparcours.
Nadelstriegelgehört zum Putzzeug und ist ein relativ harter Striegel, der sich z.B. sehr gut für angetrockneten Schlamm eignet
Nasenbremseist ein Holz- oder Metallgriff, an dem eine Schlaufe befestigt ist. Dieses Instrument klemmt man Pferden an der Oberlippe fest. Die Nasenbremse dient dazu, nervöse Pferde, z.B. bei tierärztlichen Untersuchungen, ruhigzustellen.
Nasenriemenist der Riemen der Zäumung, der um die Nase verläuft. Nicht jede Zäumung hat einen Nasenriemen und er sollte immer noch verschnallt sein, dass zwei Finger zwischen Riemen und Pferdenase passen.
Nenngeldist der Betrag, den ein Turnierreiter zahlen muss, wenn er einen Startplatz auf einem Turnier reserviert
Nierendecke schützt nur den Nierenbereich der Pferde. Nie Nieren sind oben im hinteren Tei des Rückens. Eine Nierendecke wird meistens am Sattel befestigt und liegt dann über der gesamten Kruppe.
Offenstallist eine Haltungsform bei Pferden, bei der die Pferde 24 Stunden lang selber entscheiden ob sie draußen oder im Stall sein wollen
Olivenkopfgebissgibt es in verschiedenen Variationen. Der Unterschied zur Wassertrense ist, dass der Gebissring nicht beweglich ist und sich nicht drehen kann, sondern fest am Gebiss ist, sodass es ruhiger direkt am Maulwinkel liegt.
Pad Das Pad ist ein ganz allgemeiner Begriff und es gibt viele verschiedene Ausführungen. Zum Beispiel: das (Lamm)fellpad, was zusätzlich unter einen Sattel gelegt wird, das Westernreitpad, was unter einen Westernsattel gehört oder das Reitpad, was als Sattelalternative genutzt werden kann, wenn man nicht komplett ohne reiten möchte.
Paddock ist in der Regel ein fest eingezäunter Auslauf für Pferde, der keine Grasnarbe hat. Er kann in der Größe sehr variieren
Palomino
Panikhakenist eine Art von Haken, die am Ende von einem Führstrick sind. Er ermöglicht ein Lösen auch unter Spannung des Stricks, z.B. wenn sich das Pferd aufgehängt hat.
Pauscheist Bestandteil bei den Sätteln. Die Pauschen liegen meistens dirket am Bein und verhelfen zu einem besseren Sitz.
Pedigreeist die fachgerechte Bezeichnung für den Stammbaum/ die Abstammung eines Pferdes
Pilzist eine Hauterkrankung bei Pferden, die sich durch struppiges Fell, kahle Stellen, Krusten, Schuppen oder sogar blutige Scheuerstellen äußern kann.
Pirouetteist eine Dressurlektion in den höheren Klassen, die eine sehr hohe Versammlung fordert. Dabei springt das Pferd im Galopp seitwärts einen kleinen Kreis, wobei die Hinterhand kleiner springt und die Vorhand außen einen größeren Kreis springt.
Ponyist die Bezeichnung für alle Pferde, die nicht größer als 148 cm sind
Quadrigasagt man, wenn vier Pferde nebeneinander vor einen zweirädrigen Wagen gespannt sind
Quadrilleist eine Reitgruppe von vier oder mehr Teilnehmern. Die Anzahl der Teilnehmer muss sich aber durch vier teilen lassen!
Rappebezieht sich auf die Fellfarbe eines Pferdes. Rappen sind immer schwarz.
Regendecke ist eine dünne regenfeste Decke, die man seinem Pferd überziehen kann, vergleichbar mit der Regenjacke beim Menschen.
Reithalfterist Teil der Zäumung. Es gibt viele verschiedene Reithalfter mit verschiedenen Wirkungen, sodass für jedes Pferd etwas passendes dabei ist.
RückwärtsrichtenDer Reiter veranlasst sein Pferd, einige Schritte rückwärts zu treten. Dies kommt vor allem in der Dressur vor.
Sattelbaum ist Bestandteil eines Sattels und von außen nicht sichtbar. Er bildet den Grundbaustein des Sattels und ist meistens verstellbar und anpassbar.
Sattelblattbeschreibt den Bereich des Sattels auf dem die Beine liegen. Je nach Sattelart ist das Sattelblatt länger (z.B. bei der Dressur) oder kürzer (z.B. beim Springen)
Satteldeckebildet die Unterlage zwischen dem Sattel und dem Pferderücken. Eine Satteldecke ist immer genau in der Form des Sattels. Sie unterscheidet sich nur in der Form von der Schabracke.
Satteldruckist eine schmerzhafte Druckstelle, die durch einen unpassenden Sattel verursacht wird. Gurtdruck heißt es, wenn die Druckstelle im Gurtbereich ist.
Sattelgurtist der Gurt, der unter dem Pferdebauch entlang geht, um den Sattel zu befestigen.
Sattelkammerkann einerseits der Raum sein, in dem das gesamte Sattelzeug und die Ausrüstung aufbewahrt wird und andererseits auch der Bereich bei einem Sattel, der über dem Widerrist ausgespart wird.
Sattellageist die Stelle auf dem Pferderücken, an der der Sattel optimal liegt. Sie lässt sich eigentlich relativ leicht finden, in dem man den Sattel vorsichtig nach hinten schiebt, irgendwann findet man eine Position aus der man ihn nur mit etwas mehr Kraftaufwand herausschieben kann.
Sattelzeugist der Sammelbegriff für Sattel, Satteldecke/ Schabracke, Sattelgurt, Steigbügelriemen und Steigbügel.
Sattelzwangsagt man, wenn ein Pferd sich nur ungern Satteln oder den Bauchgurt anziehen lässt. Die Gründe dafür sind vielfältig (z.B. Schmerz oder Angst).
Schabrackebildet die Unterlage zwischen dem Sattel und dem Pferderücken, sie ist quasi eine Satteldecke, die aber größer ist als der Sattel und häufig eine viereckige Form haben.
Scheckebezieht sich auf eine spezielle Fellfärbung. Gescheckte Pferde sind mehrfarbig, sie haben eine auffällige Fellzeichnung aus Punkten und Flecken. Typische Rassen sind Pintos und Paint Horses.
Scherenist im Winter üblich. Dabei wird das dicke Winterfell geschoren, damit die Pferde im Training nicht so stark schwitzen und schneller trocknen. Das ist vor allem bei den Sportpferden sehr hilfreich, aber es sollte immer auf das korrkete Eindecken geachtet werden.
Schermaschine ist die Maschine, die man zum Scheren von Pferden verwendet. Es gibt ganz viele verschiedene Variationen und Größen.
Schermusterwerden betsimmte Formen/ Schnitte oder Muster genannt, die man dem Pferd ins Fell scheren kann
Scheuennennt man das Erschrecken eines Pferdes
Schimmel bezieht sich auf die Fellfarbe eines Pferdes. Schimmel sind weiße Tiere, oft aber auch hell- bis dunkelgrau meliert. Diese Pferde werden dann "Apfelschimmel" genannt.
Schlaufzügelsind Hilfszügel, die ähnlich verschnallt werden wie die Lauferzügel, nur dass sie nicht am Sattel befestigt werden, sondern vom Gurt, durch die Gebissringe in die Reiterhand verlaufen.
Schlundverstopfungist ein akuter Notfall, der sofort durch einen Tierarzt behandelt werden sollte. Dabei bleibt meist in Form eines Futterklumpens etwas in der Speiseröhre des Pferdes stecken und das Pferd bekommt es ohne Hilfe nicht mehr gelöst
Schopfist das Langhaar, welches vorne auf der Stirn wächst
Schrittist die langsamste Gangart des Pferdes. In dieser bewegt es sich am meisten.
Schulterfreiheitsollte von einem Sattel gegeben sein und beim Anpassen berücksichtigt werden. Wie viel Schulterfreiheit ein Pferd benötigt ist abhängig vom Körperbau und den Bewegungen.
Schur nennt man den "Schnitt" bzw. das geschorene Fell vom Pferd
Schweifsind die langen Haare, die den "Schwanz" des Pferdes bilden. Ihren Schweif benutzen Pferde vor allem zum Verjagen von Fliegen und anderen Insekten. Sie können damit aber auch Stimmungen ausdrücken, die für geübte Reiter leicht erkennbar sind.
Schweifriemenist ein Lederriemen, der hinten am Sattel befestigt ist und einmal um die Schweifrübe verläuft. Dieser verhindert das nach vorne Rutschen von dem Sattel, wenn dieser nicht optimal angepasst ist.
SchweifrübeDie Schweifrübe besteht aus 18 bis 21 Wirbeln und bildet das Ende des Rückgrats. An ihr wachsen die Schweifhaare.
Sidepullist eine gebisslose Zäumung
Silagenennt man in Folie gewickeltes Heu, das durch Gärung konserviert wird. Durch einen Gärungsprozess ist es länger haltbar als andere Futtersorten, aber nur solange die Folie unbeschädigt ist.
Sperrriemenist der vorderste Riemen von manchen Reithalftern, der das Maul umschließt. Er wird vor dem Gebiss verschnallt und man sollte immer zwei Finger zwischen Maul und Riemen stecken können.
Spezialbeschlagist eine extra angefertigte Form vom Beschlag, den Pferde mit speziellen Problemen zur Unterstützung benötigen
SporenSporen werden beim Reiten um den Hacken geschnallt. Sie können dem Reiter helfen noch feinere Hilfen zu geben.
Springsattelist der Sattel, den man in der Disziplin Springen verwendet. Er zeichnet sich aus durch kurze Sattelblätter, einem flexiblen Sitz für den Reiter und viel Bewegungsfreiheit für das Pferd.
Sprunggelenkwird das Gelenk mittig von den Hinterbeinen des Pferdes genannt
Stangeist einerseits die Stange, die im Springen das Hindernis bildet, kann aber auch ein Gebiss sein, was kein Gelenk in der Mitte hat und starr im Pferdemaul liegt. Das Kandarengebiss ist beispielsweise eine Stange.
SteigbügelIn die Steigbügel geht der Reiter mit seinem Fuß. Sie geben Halt und Sicherheit. Es gibt ganz viele verschiedene Materialien und Variationen.
Steigbügelriemensind die Lederriemen mit denen die Steigbügel am Sattel befestigt sind.
Steigengehört zum natürlichen Verhalten des Pferdes, wobei es sich auf die zwei Hinterbeine stellt und aufrichtet. Oft ist es spielerisches Verhalten, kann auch böse gemeint und respektlos sein und sehr gefährlich werden.
Steuerradist eine gebisslose Art von Zäumung, bei der man den Zügel in verschiedene Positionen bringen kann, um mehr oder weniger Hebelwirkung auf die Pferdenase auszuüben.
Stockmaßist die Höhe des Widerrists eines Pferdes. Dafür wird eine Messlatte neben das Tier gestellt und eine Querstange auf Höhe des Widerristes geschoben.
Stollen schraubt man in die Hufeisen des Pferdes, damit die auf nassem und rutschigen Boden besseren Halt haben. Pro Huf sind 2 Stollen eingeschraubt.
Stollengurtist ein Sattelgurt, der im Springen verwendet wird und unter dem Bauch einen besonders großen Lederlappen hat, damit sich das Pferd nicht mit den Stollen selbst verletzt.
Striegelgibt es aus verschiedenen Materialien, je nach Stärke der Verschmutzung. Sie dienen der Reinigung des Pferdes
Stutewird das weibliche Pferd genannt
TaktAls "Takt" bezeichnet man das zeitliche und räumliche Gleichmaß aller Schritte, Tritte und Sprünge
Taxierensagt man, wenn Pferd und Reiter die richtige Absprungstelle vor einem Hindernis herausfinden müssen
Trabist die mittlere der drei Grundgangarten
Trensewird umgangssprachlich das gesamte Zaumzeug genannt. Genau genommen ist die Trense aber nur das Gebiss, was das Pferd im Maul hat.
Überbautsagt man zu einem Pferd, dessen Kruppe höher ist als sein Widerrist
Übergängenennt man alle Veränderungen der Gangart oder des Tempos innerhalb einer Gangart
Ungarische Postsollten nur geübte Artisten nachmachen: Eine "Ungarische Post" ist es, wenn ein Reiter stehend seine Beine auf je einem von zwei nebeneinander gehenden Pferden hat.
Unterlegtrenseist das zweite Gebiss, was ein Pferd zusammen mit der Kandare trägt, es ist kein Stangengebiss und meistens recht dünn
Verfohlennennt man die Fehl- oder Totgeburt eines Fohlens
Vernagelnnennt man es wenn der Hufschmied einen Hufnagel falsch eingeschlagen hat. Dies kann für das Pferd sehr schmerzhaft sein. Sobald eine Vernagelung entdeckt wird, muss der Hufschmied alarmiert werden, um den Nagel wieder zu entfernen!
Verweigernkönnen Pferde einen Sprung oder eine geforderte Lektion
Vielseitigkeitssattelist eine Mischung aus dem Dressur- und Springsattel für alle Reiter die sich nicht nur auf eines spezialisieren und nicht zwei Sättel haben
Vierspännerist eine Art der Anspannung im Fahrsport. Die Pferde werden paarweise hintereinander eingespannt. Werden vier Pferde nebeneinander eingespannt, wird das als Quadriga bezeichnet.
VollblutVollblüter sind edle, eher zierliche, grazile Sportpferde
Volteist eine kreisförmige Hufschlagfigur, die der Reiter mit seinem Pferd in der Reitbahn absolviert
Voltigierenist Turnen auf dem Pferd
Vorderzeugist ein Hilfszügel und sehr ähnlich wie das Martingal. Es wird am Sattel und am Sattelgurt befestigt und hat für jeden der zwei Zügel einen Ring, durch den diese verlaufen
VorhandZur Vorhand gehören Kopf, Hals, Brust und die Vorderbeine
Wallachist die Fachbezeichnung für einen kastrierten Hengst
WälzenWälzen gehört ebenfalls zu den Grundbedürfnissen der Pferde. Dabei reibt das Pferd liegend seinen Körper am Boden. Dadurch werden abgestorbene Hautzellen, lose Haare und Parasiten entfernt.
Warmbluthat nichts mit der Bluttemperatur des Pferdes zu tun. In Deutschland wird jedes Pferd, das nicht zu den Kaltblütern, Vollblütern, Trabern oder Ponys zählt, als Warmblut bezeichnet.
Wassertrenseist eine Art von Gebiss bei der sich die Gebissringe drehen können
Weben ist eine Verhaltensstörung, bei der das Pferd die ganze Zeit mit dem Kopf oder ganzen Körper hin und her wackelt
WesternreitenDas Westernreiten hat seine Ursprünge in Amerika. Mit Westernreiten ist meist der so genannte Texas-Style gemeint. Dieser entstand aus der täglichen Arbeit der Cowboys auf den Viehweiden. Beim Westernreiten werden spezielle Westernsättel verwendet. Es gibt viele verschiedene Disziplinen im Westernreiten.
Westernsattelist der Sattel, der beim Westerreiten verwendet wird. Er unterscheidet sich deutlich von allen anderen Sättel und hat als Erkennungsmerkmal einen großen Knauf vorne vor der Sitzfläche.
Widerristnennt man den erhöhten Übergang vom Hals zum Pferderücken, die Widerristhöhe (Stockmaß) wird an den letzten Mähnenhaaren vor dem Rücken gemessen
Widerristhöhebezieht sich auf die Größe eines Pferdes. Diese wird mit einem Bandmaß oder einem Stockmaß ermittelt
Winterdeckeist eine gefütterte Decke, die man seinem Pferd im Winter anziehen kann (oder sollte), vor allem wenn man es geschoren hat.
Wirbelkanal ist der freie Bereich mittig vom Sattel, da dirket auf der Wirbelsäule kein Druck herrschen sollte
Wurzelbürstegehört zum Putzzeug und hat längere, harte Borsten, daher eignet sie sich gut für angetrockneten Dreck
Zähne wetzenist eine Verhaltensstörung, bei der das Pferd mit seinen Zähnen an der Boxenwand oder ähnlichem reibt
ZaumzeugSammelname für Trense, Reithalfter, Gebiss und Zügel
ZirkelDer Zirkel ist eine runde Hufschlagfigur mit einem Durchmesser von rund 20 Metern
Zügelist das Verbindungsstück zwischen Gebiss/ Zaumzeug/ Pferdekopf und Reiterhand